CDU streitet über Umgang mit der AfD
In der CDU ist ein offener Streit über den richtigen Umgang mit der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) ausgebrochen. CDU-Generalsekretär Peter Tauber warnte in der Präsidiumssitzung am vergangenen Montag davor, die AfD durch eine öffentliche Auseinandersetzung aufzuwerten. "Es hilft nicht, über die AfD zu reden", sagte Tauber, das würde sie nur stärker machen. Tauber bezog sich dabei auf mehrere Interviews, die CDU-Politiker wie Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich in der Vergangenheit gegeben hätten. Mehrere Christdemokraten drängen auf einen offenen Diskurs mit der Anti-Euro-Partei. "Wir dürfen uns nicht vor einer engagierten Auseinandersetzung mit der AfD drücken", sagt der sächsische Fraktionschef Steffen Flath, "wir sollten deren Mitglieder aber auch nicht dämonisieren." Ähnlich sieht das der CDU-Fraktionschef von Thüringen, Mike Mohring: "Schweigen ist keine Antwort." Sorge herrscht in der Union vor allem vor einem guten Abschneiden der AfD bei den kommenden Landtagwahlen in Sachsen und Thüringen. In beiden Ländern schlossen führende CDU-Politiker jede Kooperation mit ihr aus. "Die AfD ist kein Koalitionspartner", sagt Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. "Eine Zusammenarbeit ist jenseits jeder Vorstellung", so Michael Kretschmer, CDU-Generalsekretär in Sachsen.