Daimler erzielt Rekord-Rendite mit einem Warhol
Der Verkauf eines Andy-Warhol-Bildes wird für Daimler zum wohl profitabelsten Geschäft der Firmengeschichte. In der kommenden Woche wird das Werk, das bislang der Daimler Kunst Sammlung gehört, bei Christie’s in New York versteigert. Der Schätzpreis liegt zwischen 12 und 16 Millionen Dollar und liegt damit, wie der einstige Daimler- Chef Edzard Reuter dem SPIEGEL sagte, "Lichtjahre entfernt von dem, was wir damals bezahlt haben".
Daimler hatte Warhol 1986 den Auftrag gegeben, nach Fotos wichtiger Modelle des Konzerns eine Serie von insgesamt 80 Bildern zu gestalten. Von der Motorkutsche Gottlieb Daimlers bis zum Mercedes 300 SL. Warhol starb, nachdem er 35 Bilder und 12 Zeichnungen vollendet hatte. Insgesamt zahlte Daimler nach Reuters Erinnerungen dafür einen Betrag von einer bis zwei Millionen Mark. Jetzt soll es für das eine Bild des Formel-1-Rennwagens von 1954 ("Stromlinie") mindestens 12 Millionen Dollar geben. Eine solche Rendite erreicht der Autokonzern noch nicht einmal mit seiner S-Klasse. Grund für den Verkauf: Die Daimler Kunst Sammlung, zu der 2000 Werke verschiedener Künstler gehören, will durch den Erlös neue Ausstellungen und den Kauf neuer Kunstwerke finanzieren.