Deutsche zeigen Flüchtlingsheime auf der Architekturbiennale Venedig
In dieser Woche wurde entschieden, wie der Beitrag der Bundesrepublik zur nächsten Architekturbiennale in Venedig aussehen soll - und klar ist, dass er Aufmerksamkeit erregen wird. "Making Heimat" nennen die Deutschen ihre geplante Schau und beziehen sich auf die Menschen, die in diesem Land ankommen und auf ein Obdach hoffen. Organisiert wird der Auftritt vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt: Direktor Peter Cachola Schmal und Kurator Oliver Elser werden zuerst in einem E-Book und ab Mai in Venedig auch Unterkünfte für Flüchtlinge vorstellen. Ebenso soll auf der Biennale behandelt werden, wie Architektur und Städtebau die Integration fördern können. Schmal und Elser sind überzeugt davon, dass sich die Wahrnehmung von Architektur gerade zum Nutzen vieler ändert - "man sollte dankbar sein für die Situation, in die uns die Flüchtlinge gebracht haben: Endlich steht das Thema, wie wir günstigen Wohnraum schaffen können, von dem dann alle profitieren, ganz oben auf der politischen Agenda". Ausgewählt wurde das Projekt vom Bundesbauministerium in Berlin. Ministerin Barbara Hendricks (SPD) hält das Thema der Schau vor dem Hintergrund von Flucht und Zuwanderung für "hochaktuell und brisant".