Deutsche KfW-Bank geht mit 800 Millionen Euro Kredit an spanische Förderbank weitaus größere Risiken ein als bisher bekannt
Die staatliche KfW-Bank geht mit ihrem 800 Millionen Euro schweren Darlehen an die spanische Förderbank ICO weitaus höhere Risiken ein als bislang bekannt. Auf der Verwaltungsratssitzung der KfW in der vergangenen Woche musste der Vorstand eingestehen, dass die Staatsbank das Geschäft unter normalen Umständen nicht machen würde, da es viel zu risikoreich sei. Der Kredit werde nur vergeben, weil der Bund für die komplette Summe hafte. Die Aussage ist auch deshalb brisant, weil der spanische Staat wiederum voll für die ICO-Bank bürgt. Das heißt: Die KfW hat nur geringes Vertrauen in die Kreditwürdigkeit Spaniens. Vorigen Donnerstag hatten Finanzminister Wolfgang Schäuble und Wirtschaftsminister Philipp Rösler das Abkommen über das Globaldarlehen mit ihren spanischen Amtskollegen in Berlin vor gestellt. Die ICO-Bank soll die Mittel über die Hausbanken als zinsverbilligte Kredite an mittelständische Unternehmen weiterleiten und so den Zugang zu Krediten verbessern.