Deutsche Zigarettenindustrie sperrt sich gegen Schockbilder - DER SPIEGEL
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Deutsche Zigarettenindustrie sperrt sich gegen Schockbilder

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die deutsche Tabakindustrie versucht, den ab Mai geplanten Abdruck von Schockbildern auf Zigarettenpackungen zu verzögern. Eine Reihe großer Hersteller argumentiert, dass die Zeit nicht ausreiche, um die technischen Voraussetzungen für die Umstellung zu schaffen. Das Gesetz soll am kommenden Freitag im Bundesrat diskutiert werden. Die Lobbyisten werfen dem zuständigen Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) vor, den Entwurf zu spät vorgelegt zu haben.

Vor allem Hamburg drängt nun auf eine Verschiebung, dort haben nicht nur die Konzerne Imperial (Davidoff, Gauloises) und British American Tobacco (Lucky Strike) wichtige Standorte, dort sitzt auch der Zigarettenmaschinenhersteller Hauni. Weltmarktführer Philip Morris (Marlboro) hatte zunächst ebenfalls gegen die Umsetzung der vor zwei Jahren verabschiedeten Tabakrichtlinie argumentiert, die ab dem 20. Mai EU-weit Abbildungen von beispielsweise Krebsgeschwülsten vorschreibt. Später lenkte der US-Konzern ein.