EADS bietet Daimler Wandelanleihe an - DER SPIEGEL
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EADS bietet Daimler Wandelanleihe an

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Poker um die Fusion mit der britischen Rüstungsfirma BAE Systems will der Luftund Raumfahrtkonzern EADS seine Anteilseigner beruhigen. Deshalb hat Konzernchef Tom Enders dem Daimler-Konzern, der direkt 15 Prozent der EADS-Aktien hält, eine Wandelanleihe angeboten: EADS würde dabei 7,5 Prozent der von Daimler gehaltenen Aktien übernehmen und im Falle einer Fusion am Aktienmarkt verkaufen. Kommt der Deal, bei dem der weltgrößte Rüstungskonzern entstehen würde, nicht zustande, sollen die Aktien an die staatseigene KfW Bankengruppe veräußert werden. Damit wäre dem Daimler-Konzern geholfen, weil der seinen Aktionären auf der letzten Hauptversammlung vollmundig versprochen hatte, bis Ende dieses Jahres einen Teil der EADSAktien verkauft zu haben. Ursprünglich sollten diese an die KfW gehen. Das Tauziehen um die Verschmelzung mit BAE Systems hat diesen Plan allerdings durchkreuzt. Daimler- Aktionäre sind darüber ebenso verärgert wie über die großen Kursverluste, die EADS nach Bekanntwerden der Fu sionsgespräche erlitten hat. Bei EADS heißt es, die Wandelanleihe sei eines von verschiedenen Angeboten, die derzeit zwischen den beiden Unternehmen diskutiert würden.