Ermittler befürchten Rockerkrieg
Nach der Massenschlägerei zwischen ehemaligen Hells-Angels-Rockern und libanesischen Clans am Sonntag im niedersächsischen Walsrode befürchten Polizeiexperten eine Zunahme solcher Kämpfe im Rotlichtmilieu. "Der Zusammenstoß in Walsrode war der Auftakt von Verteilungskämpfen", sagt Ulf Küch vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. Es gehe um Anteile im Geschäft mit Drogen und Prostituierten.
Die Libanesen-Clans, die sich zeitweise zu der Rocker gruppe Mongols zusammengeschlossen hatten, hätten gezielt die einstigen Hells Angels herausgefordert. Diese seien durch die Auflösung ganzer Ortsgruppen und die Inhaftierung ihres einstigen Bosses Frank Hanebuth in Spanien geschwächt. Auch in Berlin und Bremen sei es bereits zu Revierkämpfen gekommen. Die Polizei müsse sich schnellstmöglich auf eine Eskalation einstellen und eine bundesweite Strategie entwickeln.