EU-Kommission ermittelt gegen spanische Hotels
Die EU-Kommission ermittelt gegen spanische Hotels und Tourveranstalter. Sie gerieten in Verdacht, dass sie bei bestimmten EU-Bürgern nur aufgrund der Nationalität mehr Geld verlangten. Es gebe Länder, deren Bürger für dasselbe Hotel das Doppelte zahlen müssten, schreibt der SPIEGEL. Das Magazin zitiert das Touristikunternehmen JT Touristik damit, dass Hoteliers aus insgesamt sechs Ländern nicht bereit seien, "einheitliche Preise europaweit umzusetzen, die ihren Verdienst schmälern würden". Doch die EU-Dienstleistungsrichtlinie verbietet die Diskriminierung von Ausländern aufgrund ihres Wohnsitzes oder ihrer Nationalität. Deshalb ermittelt die EU-Kommission auch gegen österreichische Skilifte, den Internetriesen Amazon und die Stadt Venedig. Letztere verlangt von Ausländern selbst für die Benutzung einer öffentlichen Toilette deutlich mehr als bei Einheimischen. "Wir untersuchen zurzeit mehrere Beschwerden, darunter gegen Disneyland Paris", bestätigt die EU-Kommission.