EZB will 800 Bankenaufseher einstellen
Die Europäische Zentralbank (EZB) will für ihre neue Aufgabe als Bankenkontrolleur der Euro-Zone insgesamt 800 Aufseher anheuern. Das hat der Gouverneursrat beschlossen. Ein Großteil der neuen Mitarbeiter wird von den nationalen Aufsichtsbehörden kommen – die Hälfte soll sogar schon in diesem Jahr eingestellt werden. Insider sind allerdings skeptisch, dass das klappt. Denn noch sind zahlreiche zentrale Fragen nicht geklärt: So ist weiterhin offen, wie viele der neuen Aufseher nach Frankfurt kommen und wie viele in den nationalen Behörden sitzen sollen. Die Sorge ist groß, dass Aufseher mit einem EZB-Arbeitsvertrag wegen des besseren Verdienstes bei Kollegen in nationalen Behörden für Neid sorgen könnten. Neben den neuen Kontrolleuren werden zudem noch mehrere hundert zusätzliche Fachkräfte für Verwaltung und Technik bei der EZB nötig werden. Derzeit hat die Notenbank rund 1600 Mitarbeiter.