FDP war gegenüber Pädophilen toleranter als bislang bekannt
Auch die Liberalen haben pädophile Positionen in ihren Reihen geduldet und unterstützt. Das geht nach Recherchen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL aus Unter lagen des FDP-nahen Archivs des Liberalismus hervor. So sorgte die Berliner FDP beispielsweise dafür, dass die Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft Steuergelder erhielt. Dabei forderte deren Arbeitsgruppe Pädophilie öffentlich, Sex zwischen Erwachsenen und Kindern zu entkriminalisieren. Auch die FDP-Bundestagsabgeordneten setzten sich mit dem Thema auseinander: Bei einer Fraktionsanhörung im Jahr 1981 durfte unter anderem der Sexualforscher Helmut Kentler sprechen. Er berichtete von einem Projekt in Berlin, bei dem er 13- bis 15jährige Jungen, die an "sekundärem Schwachsinn" litten, bei Päderasten unterbrachte: "Diese Leute haben diese schwachsinnigen Jungen nur deswegen ausgehalten, weil sie eben in sie verliebt, verknallt und vernarrt waren." Die Abgeordneten irritierte der Bericht offenbar nicht, es gab weder Zwischenrufe noch Nachfragen.