Femen-Ideologe will Asyl im Westen - DER SPIEGEL
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Femen-Ideologe will Asyl im Westen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Ideologe der ukrainischen Feministinnen-Gruppe Femen ist Ende vergangener Woche aus der Ukraine geflüchtet. "Ich entschied mich, in einem westeuropäischen Land Asyl zu beantragen", sagte Wiktor Swjazki dem SPIEGEL. Die Angriffe auf seine Person und Femen seien "Racheaktionen des russischen Geheimdienstes". Der russische Präsident Wladimir Putin habe sich über eine Oben-Ohne-Protestaktion gegen ihn bei der diesjährigen Hannover Messe geärgert. Swjazki war in den vergangenen Wochen zweimal brutal zusammengeschlagen worden.

Erstmals äußerte sich Swjazki auch zu den in dem Dokumentarfilm "Die Ukraine ist kein Bordell" erhobenen Vorwürfen, er habe die Feministinnen-Gruppe als Tyrann geführt. Er selbst habe sich diesen Plot zusammen mit der australischen Regisseurin Kitty Green ausgedacht, um "ihren Film spannend zu machen". Die Femen-Gründerinnen hätten sich alle ins Ausland abgesetzt. Swjazki kündigte nun an: "Das neue Femen-Zentrum ist Paris. Von dort aus wird Femen Mädchen aus aller Welt rekrutieren.

Femen ist die Fremdenlegion, die überall zuschlagen kann." In der Ukraine werde man ausländische Frauen zu Aktionen schicken, weil diese durch ihren Pass besser geschützt seien.