Freistaat Bayern will Hubert Haderthauer verklagen
Der Freistaat Bayern wird Klage gegen den Ingolstädter Landgerichtsarzt und Ehemann von Staatsministerin Christine Haderthauer, Hubert Haderthauer, einreichen. Grund sind angeblich zu Unrecht kassierte Honorare des Arztes. Haderthauer hatte als Landgerichtsarzt Laborleistungen für Drogenscreenings gegenüber der Justiz abgerechnet. Allein von 2005 bis 2009 soll er dafür rund 118.000 Euro bekommen haben. Die Drogentests dienten größtenteils der Kontrolle von Bewährungsauflagen. 2012 waren dem Justizministerium Zweifel gekommen, ob Haderthauer diese Leistungen berechnen durfte. Das Ministerium beauftragte den Präsidenten des Oberlandesgerichts München mit internen Ermittlungen. Es kam auch die Frage auf, ob Haderthauer die Qualifikation für die Laborleistungen besitzt. Der Freistaat forderte schließlich mit einem im Juli 2014 zugestellten Mahnbescheid zunächst 13.360 Euro für das Jahr 2003 zurück. Die Forderung erwies sich jedoch als verjährt. Das Justizministerium wies jetzt das Gericht an, Ansprüche gegen Haderthauer für 2004 und 2005 gerichtlich geltend zu machen. Ein Anwalt wurde bereits beauftragt, Klage zu erheben. Gegenüber dem SPIEGEL wollte sich Haderthauer nicht äußern.