Gedenkprofi Gauck düpiert Merkel
Beim Umgang mit der Erinnerung an historische Ereignisse bringt Bundespräsident Joachim Gauck die Kanzlerin in Verlegenheit. Das Staatsoberhaupt hat seine Planungen für die Teilnahme an den wichtigsten Gedenkveranstaltungen des Jahres weitgehend abgeschlossen, Merkel indes noch nicht. In diesem Jahr wird sowohl an den Ausbruch der beiden Weltkriege als auch an den Fall der Mauer erinnert. Das Präsidialamt hat zwei Einladungen zu repräsentativen Veranstaltungen im Ausland von Frankreichs Staatspräsident und Belgiens König angenommen. In Deutschland hat sich Gedenkprofi Gauck Termine im Herbst gesichert. Er wird etwa am 9. Oktober in Leipzig dabei sein, wenn dort an die entscheidende Montagsdemonstration vor 25 Jahren erinnert wird, und hat für den 9. November seine Teilnahme an der zentralen Berliner Gedenkveranstaltung zugesagt. Merkels Auftritte stehen noch nicht fest. In wenigen Tagen will sie mit Kabinettskollegen über die Gestaltung des Super-Gedenkjahres beraten. Wahrscheinlich wird sie beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Hannover sprechen.