Gespräche über dritten Eigentümer bei Suhrkamp - DER SPIEGEL
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Gespräche über dritten Eigentümer bei Suhrkamp

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Konflikt um die Macht in der Berliner Verlagsgruppe Suhrkamp gibt es erstmals seit langem eine Annäherung zwischen den Eigentümern, berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Offenbar suchen die beiden miteinander zerstrittenen Gesellschafter nach einem dritten Miteigentümer, der unter Umständen sogar mehr als 50 Prozent an Suhrkamp übernehmen könnte; Gespräche darüber haben laut SPIEGEL bereits begonnen. Die Zeit drängt: Der seit Jahren andauernde Streit zwischen den beiden Gesellschaftern - auf der einen Seite die Familienstiftung, geführt von der Verleger-Witwe Ulla Unseld-Berkéwicz, die 61 Prozent am Verlag hält; auf der anderen Seite die Medienholding AG, vertreten durch den Hamburger Unternehmer Hans Barlach, der 39 Prozent gehören - bringt den 1950 gegründeten Verlag in Existenznöte. Im September verhandelt das Landgericht Frankfurt am Main über Anträge von Unseld-Berkéwicz beziehungsweise Barlach, den jeweils anderen Gesellschafter auszuschließen. Der Prozess könnte mit der Zerschlagung Suhrkamps enden. Die Aufnahme eines dritten Gesellschafters könnte eine Befriedung der bisherigen Situation bedeuten. Alle laufenden Prozesse würden dann eingestellt, alle Klagen zurückgezogen. Zuletzt war der Suhrkamp Verlag dazu verurteilt worden, an Barlachs Medienholding AG 2,2 Millionen Euro aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2010 zu zahlen.