Höheres Wohngeld belastet Sozialetats - DER SPIEGEL
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Höheres Wohngeld belastet Sozialetats mit mehr als 770 Millionen Euro

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Die Erhöhung des Wohngelds wird die Sozialbudgets mit mehr als 770 Millionen Euro belasten. Zu diesem Ergebnis kommt das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Anfang Juli hatte der Bundestag beschlossen, ab 2016 das Wohngeld um durchschnittlich 39 Prozent anzuheben. Profitieren sollen davon rund 866.000 Haushalte.

Die IAB-Forscher haben bei ihren Berechnungen berücksichtigt, dass die höheren Wohngeldbeträge die Einkommen steigern. Dadurch werden rund 16.000 Haushalte nicht mehr auf Hartz IV angewiesen sein; der Bund wird drei Millionen Euro Arbeitslosengeld II und 78 Millionen Euro bei den Kosten zur Unterkunft sparen. Weil zugleich aber die Einkommensgrenze angehoben wird, bis zu der man Wohngeld erhalten kann, wird die Zahl der Empfängerhaushalte um rund 440.000 steigen.