Ikea nutzt Steuerdumping der Beneluxländer
Der schwedische Möbelkonzern Ikea soll mit aggressiven Steuersparmodellen in Europa innerhalb von sechs Jahren über eine Milliarde Euro Steuern vermieden haben. Die deutsche Ikea-Tochter habe allein 2014 Steuern in Höhe von 36,6 Millionen Euro gespart, weil spezielle Steuertricks in den Beneluxländern genutzt wurden, berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. So seien von einer belgischen Ikea-Tochter fiktive Zinsen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro steuerlich geltend gemacht worden. Und eine Luxemburger Firma sei benutzt worden, um Zinseinnahmen weitgehend steuerfrei an eine milliardenschwere Liechtensteiner Stiftung namens Interogo zu transferieren, die von einem Sohn des Ikea-Gründers Ingvar Kamprad sowie Vertrauten der Familie kontrolliert werde. Das Magazin beruft sich auf die Studie eines US-Steuerexperten, die dieser im Auftrag der Grünen-Fraktion im EU-Parlament angefertigt hat. "Die Studie zeigt das ganze Ausmaß des Steuerdumpings in Europa", sagt der grüne EU-Abgeordnete Sven Giegold.