Kritik in der SPD an Kandidat Steinbrück - DER SPIEGEL
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Kritik in der SPD an Kandidat Steinbrück

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Der designierte Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bereitet seiner Partei zunehmend Sorgen. Intern ist nach der Diskussion um die Nebeneinkünfte von einem verpatzten Start die Rede. Dem ehemaligen Bundesfinanzminister müsse jetzt beim Parteitag am 9. Dezember in Hannover ein "Neustart" gelingen. Einzelne Genossen fürchten jedoch bereits, dass Steinbrück die kommende Wochen nicht übersteht. Kritisiert wird vor allem, dass er sich von einer finanzschwachen Stadt wie Bochum mit stolzen 25.000 Euro entlohnen ließ. Auch die Tatsache, dass Steinbrück noch 2012 als Teil der SPD-Troika und möglicher Kanzlerkandidat bezahlte Vorträge hielt, wird unter Sozialdemokraten als Instinktlosigkeit empfunden. Vereinzelt wird dies als "Gier" kritisiert, von einem Kandidaten "ohne Sensorium" ist die Rede. Auf Unverständnis stößt auch seine Weigerung, sämtliche Zusatzeinkünfte offenzulegen. Steinbrück hatte nur die Höhe seiner Vortragshonorare genannt, nicht aber die der Buch-Tantiemen, Aufsichtsratsbezüge oder Einkünfte aus Interviews. Die SPD-Spitze verteidigt in der Öffentlichkeit ihren Kandidaten. Die Kritik wird in der SPD auch als "Kampagne von Union und FDP" bezeichnet.