Lufhansa-Flugbegleiter sollen Überstunden schieben
Der Lufthansa droht im Sommer wegen ihrer Sparwut ein akuter Personalengpass in der Kabine. Eine eigens dafür ausgehandelte Betriebsvereinbarung zwischen Geschäftsführung, Personalvertretung und der Flugbegleitergewerkschaft UFO soll verhindern, dass Jets am Boden bleiben müssen. Laut der Vereinbarung müssen die rund 19.000 Bordangestellten bei der Muttergesellschaft zwischen Ende März und Ende Oktober auf jeweils einen freien Tag im Quartal verzichten, können ihn aber später nachholen oder ausbezahlt bekommen. Auch die Zahl der maximal möglichen Flugstunden wird befristet von 87 auf 89 Stunden pro Monat erhöht. Wer länger Dienst schiebt, bekommt pro Einsatzstunde einen Zuschlag von bis zu 60 Prozent gut geschrieben. Auch bei Teilzeitkräften will die Lufthansa-Führung verstärkt für freiwillige Mehrarbeit werben. Jeder Angestellte, der auf einen vollen Monat Freistellung verzichtet, bekommt zusätzlich zum normalen Gehalt einen Bonus von 500 Euro.