Lufthansa korrigiert Haltung zur NS-Geschichte des Konzerns - DER SPIEGEL
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Lufthansa korrigiert Haltung zur NS-Geschichte des Konzerns

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Lufthansa bricht mit einem jahrzehntealten Tabu und bekennt sich erstmals zur Geschichte ihrer Vorläuferfirma und damit zur eigenen NS-Vergangenheit. So berichtet es das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. "Es war an der Zeit, die historischen Fakten endlich anzuerkennen", bestätigte Unternehmenssprecher Andreas Bartels gegenüber dem Magazin. Auslöser für die Kehrtwende ist ein Buch, das vom Bochumer Historiker Lutz Budrass geschrieben worden ist und am Montag übernächster Woche erscheint. In der wissenschaftlichen Studie wirft der Autor der Lufthansa vor, sie distanziere sich zu Unrecht von ihrer Vorgängerin, die während des Zweiten Weltkriegs eng mit dem Nazi-Regime kooperierte. Der Konzern konterte mit der Veröffentlichung einer eigenen Studie zur Geschichte der 1926 gegründeten Altfirma, die bereits fertiggestellt war, zuvor aber 17 Jahre lang im Archiv geschlummert hatte und seit Kurzem als Buch erhältlich ist. Auch in ihr wird beschrieben, wie frühere Lufthansa-Manager sich bereitwillig in den Dienst des NS-Regimes stellten. Mit der Entscheidung, die alte Ausarbeitung zu publizieren, so der SPIEGEL, akzeptiere die Lufthansa ihre Vorläuferfirma erstmals als wichtigen Teil der Konzerngeschichte.