Lufthansa will Eurowings zur Billigplattform machen
Die Lufthansa will ihr Billigflug-Angebot massiv ausweiten und unter der Marke Eurowings neu organisieren. Die Firma gehört bereits seit Längerem zum Konzern. Kurz- und Langstreckenjets des Ablegers sollen demnach in tiefem Brombeerrot und ein bis zwei weiteren Farben lackiert werden. Unter dem Dach der Eurowings sollen zukünftig neben der stark wachsenden eigenen Flotte auch das Fluggeschäft von Germanwings und ein geplanter Langstrecken-Billiganbieter angesiedelt sein. Für ihn will der Konzern sieben Maschinen vom Typ Airbus A330 anmieten. Alles in allem sollen einmal bis zu 150 Flugzeuge zum Eurowings-Verbund gehören. Sogar die Gründung einer neuen Holding für diese drei Spezialanbieter für günstige Direktverbindungen abseits der großen Verkehrsdrehscheiben in Frankfurt und München unter dem Namen "Wings" ist geplant.
Beschließen soll all das der Lufthansa-Aufsichtsrat, der am 3. Dezember in Frankfurt tagt. Für die Konzerntochter Eurowings gilt nicht der sogenannte Konzerntarifvertrag, der für die Piloten eine deutlich höhere Vergütung vorsieht als sie bei dem neuen Ableger vorgesehen sind. Er würde nur greifen, wenn die Maschinen den Lufthansa-Schriftzug, eine Lufthansa-Flugnummer oder den Kranich im Logo tragen würden. All das soll bei "Wings" nicht der Fall sein.