Lufthansa will weitere Billig-Plattformen im Konzern gründen - DER SPIEGEL
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Lufthansa will weitere Billig-Plattformen im Konzern gründen

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Der vergangene Woche erzielte Tarifabschluss der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di für die Boden- und Technikbeschäftigten der Lufthansa wurde offenbar teurer erkauft als bislang bekannt. Das geht aus Konzerndokumenten hervor. Trotz ihres großangelegten Streiks von Ende April holten die Ver.di-Unterhändler für einen Teil der Belegschaft ohnehin nur einen Inflationsausgleich heraus. Im Gegenzug mussten sie gravierende Einschnitte akzeptieren. Ihre Verhandlungs führer stimmten der Gründung von drei neuen Gesellschaften zu, in denen unter anderem Verwaltungsaufgaben und die Abfertigung der Passagiere abseits der großen Verkehrsdrehscheiben in Frankfurt am Main und München zusammengefasst werden sollen. Bei den neuen Ablegern mit Titeln wie GBS Rhein-Main oder GBS Center Ost dürften demnächst schlechtere Arbeitsbedingungen herrschen als in anderen Bereichen. So könnte die Arbeitszeit dort bei Bedarf von 37,5 auf 39 Wochenstunden hochgeschraubt werden – ohne entsprechenden Lohnausgleich. Auch bei der Anzahl der Ferientage oder dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollen die Angestellten schlechter gestellt werden als in den übrigen Teilen des Konzerns. Bei zwei der drei neuen Ableger sollen sogar die regulären Monatsgehälter gegenüber dem bisherigen Lufthansa- Niveau sinken – um bis zu 30 Prozent.