Messer-Attacke von Hannover: Safia S. kündigte "Märtyreroperation in Deutschland" an
Die 15-jährige Attentäterin Safia S. aus Hannover kündigte ihren Anschlag Freunden an. Sie werde "eine Märtyreroperation in Deutschland" unternehmen, schrieb das Mädchen nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL per Chat an einen Freund in Hannover. Es werde "eine Überraschung für die Kuffar" - also für die "Ungläubigen" - geben. Sie habe mit Leuten aus Syrien gesprochen, "hohe Angestellte von Regierung", schrieb Safia S., die nach Ansicht von Ermittlern für den IS in Syrien kämpfen wollte: "Sie haben mir gesagt, es hat größeren Nutzen." Auch einer britischen Freundin namens "Ameena" schrieb Safia S. vorab in einem Chat: "Ich werde die Ungläubigen überraschen, wenn Du verstehst, was ich meine."
Im Februar hatte Safia S. einen Bundespolizisten im Hauptbahnhof von Hannover mit einem Messer am Hals verletzt. Der Mann erlitt eine fünf Zentimeter tiefe Schnittwunde und musste operiert werden. Das Mädchen sitzt seit fast vier Monaten in Haft und wartet auf seinen Prozess. Polizeibeamten erklärte Safia S. nach der Tat, sie habe "keine Ahnung", was sie dazu gebracht habe: "Ich muss ehrlich sagen, dass ich überreagiert habe." Sie habe in der Vergangenheit unter Islamfeindlichkeit gelitten, sagte die Jugendliche nach SPIEGEL-Informationen: "Also ich finde, ich habe mir genug gefallen lassen." Den Polizisten habe sie nicht töten wollen, aber damit gerechnet, dass sie ihn verletzen würde. Inzwischen hat sie dem Beamten einen Entschuldigungsbrief geschrieben.