Rocket Internet kann wichtige Entscheidungen bei HelloFresh nicht im Alleingang durchsetzen
Die Start-up-Schmiede der Samwer-Brüder, Rocket Internet, hat keine Kontrolle über eine ihrer wichtigsten Beteiligungen - obwohl sie die Mehrheit daran besitzt und ihren Aktionären genau dies in der Vergangenheit in Aussicht gestellt hatte. Der Kochboxversand HelloFresh gehört zu 56 Prozent Rocket Internet. Trotzdem, so berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL, könne die Samwer-Holding laut dem Jahresbericht des Unternehmens die "relevanten Aktivitäten" von HelloFresh "nicht steuern". Grund seien "besondere Bestimmungen in den Gesellschafterverträgen". Wichtige Entscheidungen kann Rocket Internet demnach nicht im Alleingang durchboxen.
HelloFresh gilt mit als größte Hoffnung im Portfolio des Konzerns. Ende 2015 strebte das Start-up an die Börse, auch auf Druck von Rocket-Chef Oliver Samwer, wie es hieß. Der konnte sich aber offenbar nicht durchsetzen. Kurzfristig sagte HelloFresh den Börsengang ab, offiziell wegen des schwierigen Marktumfelds.