Monsanto-Chef bleibt stur - DER SPIEGEL
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Monsanto-Chef bleibt stur

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bayer-Chef Werner Baumann tritt mit seinem Übernahmeangebot für den US-Saatguthersteller Monsanto auf der Stelle. Auf ein Schreiben der Bayer AG, in dem Baumann vor wenigen Tagen den Kaufpreis von 122 Dollar pro Aktie wiederholte und gleichzeitig Einblick in die Geschäftsbücher des US-Riesen verlangt, gab es bislang keine Reaktion der Gegenseite. Der selbstbewusste Monsanto-Chef Hugh Grant hält den gebotenen Preis für viel zu niedrig. Er pocht vor Gesprächen auf eine höhere Offerte der Deutschen. Eine feindliche Übernahme gegen den Willen des Monsanto- Managements will Baumann bislang vermeiden. Deshalb hat Bayer in den USA eine Charmeoffensive gestartet. So bemühen sich seine PR-Profis und Lobbyisten derzeit in St. Louis, am Stammsitz Monsantos, Bürgermeistern und Kommunalpolitikern die Furcht vor Werkschließungen und Arbeitsplatzabbau zu nehmen. Baumanns Team versucht auf einer Roadshow US-Investoren von den Vorzügen eines gemeinsamen Konzerns zu überzeugen, bislang jedoch ohne erkennbaren Erfolg. Die US-Aktionäre bleiben skeptisch. Am Donnerstag lag der Kurs der Monsanto-Aktie noch immer bei 109 Dollar - und damit weit von dem Bayer- Gebot entfernt.