Nestlé entschädigt Attac-Aktivisten
Der Nestlé-Konzern hat ein Urteil des Zivilgerichts in Lausanne akzeptiert, das den Lebensmittelmulti wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten für schuldig befunden hat. Hintergrund war die Infiltrierung einer Attac-Gruppe in Lausanne, die dem Konzern kritisch gegenüberstand. Mit Hilfe von Mitarbeitern der Sicherheitsfirma Securitas war es Nestlé gelungen, die Gruppe auszuhorchen. Eine Securitas-Mitarbeiterin gehörte zeitweise sogar zur Attac-Gruppe und arbeitete an einem Buch über Nestlé mit. Zugleich stellte sie für den Konzern Dossiers über die Mitglieder der Gruppe zusammen. Später wurde sie enttarnt. Nestlé und Securitas wurden verurteilt, jedem der acht Geschädigten 3000 Schweizer Franken an "moralischer Wiedergutmachung" zu zahlen. Beide Firmen akzeptierten das Urteil vergangene Woche.