Neue Risiken beim Bau des Berliner Einheitsdenkmals - DER SPIEGEL
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Neue Risiken beim Bau des Berliner Einheitsdenkmals

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Bau des Berliner Freiheits- und Einheitsdenkmals wird schwieriger als bislang bekannt. Experten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung haben nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL vor "Projektrisiken" und "Kostensteigerungen" gewarnt. Trotz jahrelanger Planung liegt bislang keine Baugenehmigung vor. Für Verzögerungen im Genehmigungsverfahren sorgen Mosaiken, die auf dem Sockel des geplanten Denkmals gefunden wurden. Die Kunstwerke gehören zu einer Kaiser-Wilhelm-Statue, die sich früher an gleicher Stelle befand, und beschäftigen nun den Denkmalschutz. Außerdem müssen im Sockel hausende Fledermäuse aus Naturschutzgründen aufwendig umgesiedelt werden. Unstimmigkeiten gibt es zudem über die Sprüche, die das Denkmal zieren sollen. Ursprünglich sollten nach dem Entwurf des Planungsbüros Milla & Partner auf der Außenseite Losungen der Bürgerbewegung vom Herbst 1989 zu lesen sein. Der inzwischen ausgeschiedene Kulturstaatsminister Bernd Neumann hatte dagegen verfügt, die Zeile "Einigkeit und Recht und Freiheit" aus der bundesdeutschen Nationalhymne zu verwenden. Der Bundestag hatte die Schaffung des Denkmals 2007 beschlossen. Aus einem Wettbewerb ging eine bewegliche begehbare Schale als Sieger hervor, die als Hommage an die "Bürger in Bewegung" gedacht ist. Bislang war eine Eröffnung im Jahr 2015 vorgesehen.