Neuer Planungsfehler bei Hauptstadt-Flughafen
Der zentrale Kabelkanal unter dem Terminal des Pannen-Airports BER ist laut einem flughafeninternen Vermerk überbelegt und damit nicht betriebsbereit. Bei vollem Betrieb, so haben Techniker im November errechnet, könnten Leitungen in dem 800 Meter langen Kanal durchschmoren, Kurzschlüsse verursachen und damit weite Teile des Flughafens lahmlegen. "Eine Inbetriebnahme", erklärte ein TÜV-Berater in dem Vermerk, "wäre eine grob fahrlässige Handlung." Auf rund hundert Metern könnten sich die Kabel bei Volllast auf bis zu 70 Grad erhitzen – eine Temperatur bei der Kunststoffummantelungen zerstört werden. Zurzeit wird geprüft, ob der Kabelkanal in besonders belasteten Abschnitten durch den Einbau einer Klimaanlage auf gefahrlose Temperaturen heruntergekühlt werden kann. Sollte sich das als zu kompliziert erweisen, müssten Kabel entfernt werden. Doch für Ersatzkabeltrassen gibt es noch keine Planung. Weder die Kosten noch die Dauer der Umbauarbeiten seien abzuschätzen, heißt es in dem Vermerk. Ein Sprecher der Flughafengesellschaft bestätigt den Vorgang im Kern. Derzeit würden "Lösungen erarbeitet".