NSU: Generalbundesanwalt will Ex-V-Mann vernehmen - DER SPIEGEL
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NSU: Generalbundesanwalt will Ex-V-Mann vernehmen

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Die Bundesanwaltschaft hat im Fall des ehemaligen V-Mannes des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Michael von Dolsperg, Ermittlungen aufgenommen. Am vergangenen Montag forderte Generalbundesanwalt Harald Range den BfV-Präsidenten Hans-Georg Maaßen in einem Schreiben auf, der Bundesanwaltschaft eine "ladungsfähige Adresse" von Dolsperg, der im Amt als V-Mann "Tarif" geführt wurde, zu über mitteln. Dolsperg hatte gegenüber dem SPIEGEL berichtet, er sei kurz nach dem Ab tauchen von Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos im Jahr 1998 gebeten worden, die drei zu verstecken. Dar über habe er seinen V-Mann-Führer informiert. Der Verfassungsschutz habe ihm damals jedoch eine Absage erteilt. Das BfV bestreitet den Vorgang. "Wir versuchen, den Sachverhalt mit Nachdruck aufzuklären", sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Die Originalakte von "Tarif" wurde nach Auffliegen des Terror-Trios im November 2011 unter dubiosen Umständen geschreddert. "Ich werde auf jeden Fall aussagen und den Sachverhalt gegenüber der Staatsanwaltschaft wiederholen", sagt Dolsperg. Er sei auch bereit, seine Darstellungen an Eides statt zu versichern.