Öko-Verbände verzögern Endlagersuche
Ein Streit zwischen Umweltverbänden behindert die Suche nach einem atomaren Endlager in Deutschland. Der Kompromiss von Bund und Ländern vom vergangenen Frühjahr sah vor, dass neben Wirtschaft, Kirchen und Gewerkschaften auch die Umweltverbände zwei Vertreter in die Kommission entsenden, die bis Ende 2015 die Kriterien für ein Endlager definieren soll. Doch die Verbände konnten sich auch nach mehreren Sitzungen, in denen es zum Teil lautstark zur Sache ging, darauf nicht einigen. Unter anderem sprechen sich Greenpeace und der BUND gegen eine Beteiligung an der Kommission aus, der Nabu oder die Deutsche Umwelthilfe etwa sind dafür. Ende März wollen sich Verbände und Anti-Atom-Bürgerinitiativen nun in einer zweitägigen Tagung auf eine gemeinsame Linie verständigen. Auch die Grünen zeigen bereits Ermüdungserscheinungen. Ihre Abgeordnete und Atomexpertin Sylvia Kotting-Uhl appellierte in der vergangenen Woche fast schon flehentlich an die Umweltverbände: "Ich bitte euch, bewegt euch."