Permira-Manager Mäuser über ProSiebenSat.1 - DER SPIEGEL
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Permira-Manager Mäuser über ProSiebenSat.1: "Strategischer Käufer zurzeit nicht in Sicht"

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Finanzinvestoren beim TV-Konzern ProSiebenSat.1 sehen kaum noch Chancen auf einen Verkauf an einen Medienkonzern. "Ein strategischer Käufer ist zurzeit nicht in Sicht", sagt Götz Mäuser, Manager beim Investor Permira, im Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL.

Auf die Frage, warum kein Medienkonzern am Kauf von ProSiebenSat.1 interessiert sei, sagt Mäuser: "Wir sind ein Stück weit Opfer des eigenen Erfolgs. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei mehr als sieben Milliarden Euro, die müsste ein Käufer komplett finanzieren können, weil er zu einem Übernahmeangebot an alle Aktionäre verpflichtet ist, sobald er mehr als 30 Prozent der Aktien erwirbt. Ich sehe zurzeit kein deutsches Medienunternehmen, das dazu in der Lage wäre. Und für globale Medienkonzerne steht die Digitalisierung an erster Stelle, nicht Internationalisierung, schon gar nicht in Europa."

Auf der Hauptversammlung am 23. Juli sollen die Aktiengattungen vereinheitlich werden. Das kostet Permira und KKR die bisherige Stimmenmehrheit. "Die Mehrheit bringt uns nicht mehr Geld ein, als die Börse uns bietet. Wir sind daher zu dem Schluss gekommen, dass wir den größten Wert für unsere Investoren wohl mit einem Ausstieg über die Börse erzielen. Mit der Aktienumwandlung werden unsere Stammaktien nun zum Handel zugelassen."