Philipp Mißfelder vor Karriereknick? - DER SPIEGEL
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Philipp Mißfelder vor Karriereknick?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Philipp Mißfelder, dem umstrittenen Chef der Jungen Union (JU), droht möglicherweise ein Karriereknick. Kanzlerin Angela Merkel stellt sich darauf ein, dass Mißfelder bei den nächsten Wahlen zum CDU-Präsidium nicht mehr für das höchste Parteigremium kandidiert. Merkel hat in Mißfelders Landesverband NRW bereits Erkundigungen eingezogen, wer an dessen Stelle beim Parteitag Ende des Jahres kandidieren könnte. Die CDU-Chefin könnte sich vorstellen, dass der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn aus dem Münsterland den Posten übernimmt. Der Gesundheitspolitiker war bei der Regierungsbildung im vergangenen Herbst wider Erwarten leer ausgegangen. Mißfelder selbst hat eine Entscheidung über eine erneute Kandidatur noch nicht getroffen, dies weiß auch Merkel. Er erwägt allerdings, darauf zu verzichten, da er im Sommer seinen Posten als JU-Chef aus Altersgründen aufgibt. Dazu kommt, dass er bei den vergangenen Präsidiumswahlen nur schwache Ergebnisse erzielt hatte. Zusätzlich tragen ihm nun viele Unionsleute seine Reise zum Geburtstagsempfang für Altkanzler Gerhard Schröder in St. Petersburg nach, bei dem es auch zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gekommen war.