Politiker warnen vor Chaos auf der Westbalkanroute
Nach den Ankündigungen Österreichs und Sloweniens, an ihren Grenzen schärfer zu kontrollieren, warnen Politiker vor den Folgen für die Flüchtlinge auf der Westbalkanroute. "Länder wie Serbien dürfen nicht zum Parkplatz für Zehntausende Flüchtlinge werden, wenn sie nicht mehr weiterkommen", sagt EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn gegenüber dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Auch Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, warnt vor den Folgen übereilter Grenzschließungen. "Wir können kein Interesse daran haben, dass sich durch einen Rückstau der Flüchtlinge die Lage im Westbalkan und in Griechenland zunehmend verschlechtert."
Die CSU erhöht dagegen den Druck auf Griechenland, bei der Sicherung der EU-Außengrenze endlich Fortschritte zu machen. "Wenn Griechenland seine Außengrenze nicht besser sichern kann, besteht die Gefahr, dass eine vorübergehende Auszeit aus dem Schengenraum für das Land leider näherrückt", sagt der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europaparlament Manfred Weber.