Primark-Chef: "Billig ist nicht gleich böse"
Wolfgang Krogmann, Nordeuropa-Chef des irischen Textildiscounters Primark, verteidigt im Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin SPIEGEL das Geschäftsmodell und die Produktionsbedingungen seines Unternehmens. Die Kunden wüssten, dass die Ware von Primark "aus den gleichen Fabriken in Bangladesch oder Kambodscha kommt wie die unserer Mitbewerber", sagte Krogmann dem SPIEGEL. Die Bedingungen, unter denen die Kette produzieren lasse, halte er für "sehr gut".
Auch den Vorwurf, Primark verführe seine Kunden zu gedankenlosem Konsum, wies Krogmann zurück: "Es ist nicht die Aufgabe von Primark, einer 16-Jährigen ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie viele Paar Schuhe sie besitzen muss." Gleichzeitig räumte der Manager ein, dass die dauernde Kritik am Unternehmen belaste: "Die Kritik trifft uns." Das Unternehmen müsse einfach immer wieder erklären, nach welchem Prinzip es arbeite. "Und dass billig nicht gleich böse ist."