Proteste gegen Holzunternehmen
Die Affäre um illegal geschlagenes Holz in Rumänien weitet sich aus. Anfang Mai überprüften Mitarbeiter des rumänischen Umweltministeriums erstmals zwei große Sägewerke der in Rumänien tätigen österreichischen Firma Schweighofer (SPIEGEL 19/2015). Anlass dafür war Videomaterial, das eine Umweltschutzorganisation aufgenommen hatte. Auf den versteckt gedrehten Filmen waren Schweighofer-Manager zu sehen, die einem vermeintlichen Lieferanten versichern, es sei "kein Problem", wenn er mehr Holz liefere als Genehmigungen vorhanden seien. Schweighofer behauptete zwar, das Material sei "aus dem Zusammenhang gerissen", und betonte, sich an Gesetze zu halten - doch daran scheinen längst nicht alle Rumänen zu glauben: Mitte Mai wurde in zwei Dutzend Städten gegen die Firma und illegale Abholzung demonstriert. Unterdessen verabschiedete das rumänische Parlament das von Schweighofer lange bekämpfte Waldgesetz. Danach darf eine Unternehmens gruppe nicht mehr als 30 Prozent einer Holzart aufkaufen. Schweighofer-Holz landet auch in Deutschland - etwa als Pellets zum Heizen.