Putin plant neue Syriendiplomatie - DER SPIEGEL
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Putin plant neue Syriendiplomatie

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Kreml setzt auf eine Verständigung mit dem Westen, um zu einer politischen Lösung der Syrienfrage zu kommen. Dies geht aus einem vertraulichen Strategiepapier hervor, das Präsident Wladimir Putin und seine Berater kurz vor dem überraschenden Besuch des syrischen Diktators Baschar al-Assad in Moskau verfasst haben.

Syrien solle als "souveräner, territorial integrer, säkularer und demokratischer" Staat erhalten bleiben, heißt es in dem Dokument, das dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL vorliegt. Als Endpunkt eines Verhandlungsprozesses zielt der russische Prä sident auf "Wahlen und eine Verfassungsreform, die einen gerechten Ausgleich von Interessen, Rechten und Pflichten aller ethnischen und konfessionellen Gruppen" bringen sollen. An der Person Assad hält der Kreml nicht fest.

Zu einer neu "zu formierenden Unterstützergruppe Syrien" sollen die ständigen Mit glieder des Uno-Sicherheitsrates, die wichtigsten Länder des Nahen Ostens, die EU und Deutschland gehören. Russland hatte zuvor die vom Westen initiierte "Gruppe der Freunde Syriens" gemeinsam mit China blockiert. Putin versucht nun den Brückenschlag zum Westen.