Regierung in Sorge um Atomrückstellungen - DER SPIEGEL
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Regierung in Sorge um Atomrückstellungen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das klären soll, wie sicher die finanziellen Rückstellungen der Atomkraftwerksbetreiber für den Rückbau der Anlagen sind. Noch vor Ende des Jahres soll es nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL fertiggestellt sein. Vergangene Woche hatte der E.on-Konzern bekannt gegeben, dass die Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke in ein neues Unternehmen ausgegliedert werden sollen und mit ihnen auch die Atomrückstellungen. Vor diesem Hintergrund will die Bundesregierung deutlich schneller als geplant ein neues Modell für den Energiemarkt beschließen, um konventionelle und erneuerbare Stromerzeugung besser zu verzahnen. Schon im März will man sich im Wirtschaftsministerium auf einen Entwurf einigen. Das Kanzleramt plant nach Informationen des SPIEGEL, noch bis zum Sommer ein Gesetz zum Strommarktdesign durch den Bundestag bekommen zu haben. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel will den Aufbau einer Kraftwerksreserve aus alten Kohlenmeilern. Im Kanzleramt geht man davon aus, dass in wenigen Jahren sogar noch eine umfangreichere Unterstützung für Kohle- und Gaskraftwerke nötig ist, die einspringen, wenn Wind- und Solaranlagen nicht genügend Strom liefern. Bezahlen wird das der Stromkunde. "Wir sollten den Wählern ganz ehrlich sagen, dass weiter steigende Energiekosten auf sie zukommen", sagte der CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs dem SPIEGEL.