Rente mit 63 benachteiligt Frauen - DER SPIEGEL
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Rente mit 63 benachteiligt Frauen

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Die Rente mit 63 wird vor allem von gut situierten, männlichen Arbeitnehmern genutzt. Mit durchschnittlich 1147 Euro pro Monat erhielten die neuen Frührentner im vergangenen Jahr eine vergleichsweise üppige gesetzliche Versorgung. Normalen Altersrentnern, die 2014 in den Ruhestand gingen, standen durchschnittlich nur 752 Euro zu. Allerdings gibt es zwischen den Geschlechtern ein erhebliches Gefälle: Männer, die die abschlagsfreie Rente mit 63 nutzen, erhielten eine Zahlung von durchschnittlich 1239 Euro, Frauen nur von 947 Euro, wie aus einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervorgeht. Als einer der Gründe gilt, dass Frauen oft in weniger gut dotierten Berufen und Branchen arbeiten. Von Juli bis Ende Dezember 2014 nutzten 136.000 Senioren die neue Regelung, knapp ein Drittel davon war weiblich. "Die Rente ab 63 ist eine Männerrente. Sie vergrößert die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen", sagt Markus Kurth, rentenpolitischer Sprecher der Grünen.