Schäuble will kalte Progression bekämpfen - DER SPIEGEL
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Schäuble will kalte Progression bekämpfen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Große Koalition plant nun doch, die Steuerzahler noch in dieser Legislaturperiode von den Folgen der kalten Progression zu entlasten. 2016 sollen die Sätze in der Einkommensteuer um zwei Prozent sinken, die Steuerzahler so um rund drei Milliarden Euro entlastet werden. Das sehen Planungen des Bundesfinanzministeriums vor, die Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU) kürzlich Koalitionären vortrug. Auf diese Weise will der Staat zumindest Teile jener zusätzlichen Steuereinnahmen an die Bürger zurückgeben, die er nur der Inflation verdankt. In seinem Vorschlag für die nächste Woche stattfindende Steuerschätzung rechnet der Bundesfinanzminister bis 2018 mit rund 40 Milliarden Euro an Mehreinnahmen für Bund, Länder und Gemeinden. Das Plus für 2014 liegt demnach bei 2,7 Milliarden Euro, 2015 schon bei sieben Milliarden Euro. In den beiden Folgejahren kommen jeweils rund neun Milliarden Euro zusätzlich in die öffentlichen Kassen. 2018 erwartet Schäuble etwa elf Milliarden Euro mehr als noch im November geschätzt.