Schockenhoff verschärft Kritik an Moskau ¿ "Einschüchterung und Repression"
Der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Andreas Schockenhoff, hat seine Kritik an der Politik von Präsident Wladimir Putin verschärft. "Polizei, Justiz und Gesetzgeber setzen derzeit auf Einschüchterung und Repression der Zivilgesellschaft", sagte der CDU-Politiker dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Russland sei auf keinem guten Weg: "Schauen Sie sich die demografische Entwicklung oder den dramatischen Exodus von Kapital an. Gutausgebildete Menschen verlassen in großer Zahl das Land. Das sind schlechte Voraussetzungen für eine Modernisierung", sagte er. Deutschland und Russland hätten unterschiedliche Vorstellungen davon, was der Begriff Modernisierungspartnerschaft bedeute. "Die russische Regierung verengt die Debatte auf die Modernisierung der Streitkräfte und bestimmter Technologien", sagte Schockenhoff. Die Kritik aus Moskau an ihm passten leider zu der "Politik der Einschüchterung, die wir im Moment in Russland erleben." Das Moskauer Außenministerium hatte dem CDU-Politiker "verleumderische Äußerungen" vorgeworfen.