Hohe Risiken aus Kommunal-Geschäften mit Schweizer Franken
Die Risiken für deutsche Kommunen aus Finanzdeals in Schweizer Franken sind weit größer als bislang bekannt und betreffen nicht nur Kredite. Vor allem in Nordrhein- Westfalen, aber auch im grenznahen Bodensee-Raum Baden-Württembergs haben Banken Städte und Kreise in trickreiche Derivatgeschäfte gelockt, die an den Schweizer Franken gekoppelt sind. Allein in Nordrhein-Westfalen betrage das Risiko für die Kommunen aus solchen "Currency related swaps" mindestens eine halbe Milliarde Euro, sagt ein Bankenrechtsanwalt aus München. Mit den Swaps, so der Jurist, der mehrere Kommunen gegen Banken vertritt, hätten sich die Geldhäuser auf Kosten der Kommunen gegen einen steigenden Schweizer-Franken-Kurs versichert. Den Kämmerern verkauften die Banken das hingegen als ein risikoarmes Investment. Bei einem Kursverhältnis von "einem Euro zu 1,45 CHF" würde die Schweizer Notenbank intervenieren, heißt es in einer Swap-Präsentation der Dexia-Bank für Kommunen aus dem Jahr 2007.