Siemens will Reisekosten senken
Siemens-Chef Joe Kaeser will das Reisemanagement des Konzerns umbauen; betroffen sind weltweit mehr als 340.000 Mitarbeiter in 190 Ländern. Ziel ist es, spätestens von 2016 an bis zu hundert Millionen Euro jährlich einzusparen. Insbesondere die Abläufe vor und während einer Dienstreise sollen verbessert werden. Bislang planen die regionalen Niederlassungen die Trips weitgehend eigenständig, das soll sich künftig ändern. Kaesers oberster Reisemanager Thorsten Eicke erarbeitet derzeit eine konzernweite Richtlinie.
Künftig sollen Bahnfahrten oder Flüge zu lange geplanten Einsätzen so früh wie möglich gekauft werden, um günstige Tarife nutzen zu können. Extrem kurzfristig dürfen nur noch Mitarbeitergruppen wie Techniker oder Ingenieure buchen, die im Notfall schnell vor Ort sein müssen. Statt mit drei Reisebüros will Siemens in Deutschland nur noch mit einem Unternehmen zusammenarbeiten. Auch der Vertrag mit dem bisherigen Kreditkartenpartner Amex wurde neu ausgeschrieben. Bis zum Frühjahr will Siemens zudem eine eigene Reise-App entwickeln. Sie soll den Mitarbeitern unter anderem helfen, Flüge einfacher umzubuchen.