Sonderkommission ermittelt gegen VW
Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat eine Sonderkommission "Soko VW" mit 20 Beamten eingerichtet. Klaus Ziehe, Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, sagt: "Wir wollen die ursprünglich Anweisenden für die Manipulation ermitteln, die Verantwortlichen für den Einbau der Software und die Mitwisser, die über Jahre hinweg hätten einschreiten können."
In Wolfsburg wird unterdessen spekuliert, wer als Nächstes beurlaubt wird. VW dementierte an diesem Mittwoch eine Meldung des SPIEGEL, nach der mindestens 30 Mitarbeiter an dem Betrug beteiligt gewesen sein sollen. Mit der Aufklärung Betraute erläutern: Es gehe nicht nur um jene Manager, die den Einbau der Software veranlasst hatten, sondern auch um Mitarbeiter, die im Laufe der Jahre von dem Betrug erfahren und ihn nicht beendet hätten. Dazu zählen unter anderem ein Werksleiter, Verantwortliche für Qualitätssicherung und für die Revision sowie mehrere Entwickler, die für Dieselmotoren und Antriebselektronik zuständig waren. Es sei aber schwer, jeden zu beurlauben. Arbeitsrechtlich genüge das bislang gesichtete Material oft nicht. Und manche Mitarbeiter seien bereits in Pension.