Spionage-Spur in die Niederlande - DER SPIEGEL
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Spionage-Spur in die Niederlande

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Die Bundesanwaltschaft hat im Zusammenhang mit dem jüngsten Fall russischer Spionage in Deutschland ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zuvor hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes GRU enttarnt, der als Diplomat am russischen Generalkonsulat in Bonn akkreditiert war. Er wurde beim Versuch erwischt, Informanten anzuwerben, und musste anschließend Deutschland verlassen. Das Ermittlungsverfahren zielt nun auf die Quellen des Spions. Allerdings war der Mann offenbar vor allem auf ein Nachbarland angesetzt: Er soll sich hauptsächlich mit niederländischen Kontaktpersonen getroffen haben. Sollte sich diese Spur verfestigen, könnte daraus für Den Haag eine neuerliche Affäre entstehen. Bereits das einst aus Deutschland operierende russische Agentenpaar Heidrun und Andreas Anschlag hatte seine Top-Quelle im Außenministerium der Niederlande.