Staatsanwaltschaft will im Fall Ivana Hoffmann ermitteln
Die Staatsanwaltschaft Duisburg will sich in den Fall der getöteten Guerilla-Kämpferin Ivana Hoffmann einschalten. Nach Informationen des SPIEGEL plant die Behörde, ein Todesermittlungsverfahren einzuleiten. Dazu soll die Leiche beschlagnahmt und obduziert werden. Die 19-Jährige war vor einer Woche bei Gefechten ihrer kurdischen Freischärler- Einheit mit dem "Islamischen Staat" (IS) in Syrien gestorben. Sie ist die erste Deutsche, die im Kampf gegen den IS ums Leben gekommen ist. Derweil prüft die Bundesanwaltschaft, ob sie gegen die Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei (MLKP), für die Hoffmann in Syrien gekämpft hat, strafrechtlich vorgehen muss. Denkbar wäre ein Verfahren gegen Anhänger der Organisation wegen Mitgliedschaft oder Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Nach Informationen des SPIEGEL hat sich die Zahl der Kämpfer aus Deutschland, die aufseiten der Kurden gegen den IS vorgehen, weiter erhöht. Inzwischen sollen rund 80 Personen ins Kriegsgebiet ausgereist sein, im vergangenen Herbst waren es noch 50.