Strässer wird Menschenrechtsbeauftragter
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer wird neuer Menschenrechtsbeauftragter der Bundes regierung. Er löst den FDP-Politiker Markus Löning ab. Strässer war von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vorgeschlagen worden. Er hatte sich als zuständiger Berichterstatter im Europarat mit dem Regime in Aserbaidschan angelegt, das ihm mehrfach die Einreise verweigerte. Eine von ihm erarbeitete Resolution, die die Freilassung von rund 50 politischen Gefangenen forderte, war von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats vor einem Jahr abgelehnt worden. Strässer geriet Ende vergangenen Jahres wegen seiner Zeit als Vorsitzender der damaligen FDP-Jugendorganisation Jungdemokraten in die Schlagzeilen. Diese hatten 1980 einen Beschluss über die "freiwillige und einvernehmliche Sexualität" mit Kindern gefasst, der zwei Jahre später korrigiert wurde. Strässer bezeichnete den Beschluss im Rückblick als "groben Unfug".