Strenesse droht Finanzklemme
Die finanzielle Lage von Strenesse spitzt sich offenbar dramatisch zu: Am vergangenen Freitag veröffentlichte der Nördlinger Modehersteller eine Einladung zur Gläubigerversammlung für den 20. Februar. Auf der Veranstaltung will der Vorstand um Unternehmenschef Luca Strehle seine Geldgeber bewegen, den Termin für die Rückzahlung einer demnächst fälligen Unternehmensanleihe um drei Jahre auf den 15. März 2017 zu verlängern. Grund sei, dass Bemühungen des Unternehmens um eine Refinanzierung der Anleihe zum 15. März 2014 nicht erfolgreich waren, heißt es in der Einladung.
Der Konzern, der seit Jahren mit schlechten Zahlen und internen Querelen kämpft, hatte vergangenes Jahr eine Mittelstandsanleihe über zwölf Millionen Euro ausgegeben. Weil die Laufzeit nur ein Jahr betrug, muss sie bis spätestens Mitte März abgelöst werden. Offenbar fehlt dem Unternehmen das Geld. Auf der Versammlung will Strehle ein Restrukturierungskonzept vorstellen. Sollten die Gläubiger einer Verlängerung nicht zustimmen, droht dem schwäbischen Konzern die Insolvenz. Vergangenen Freitag sackte der Anleihekurs dramatisch ab und verlor über 35 Prozent.