Studie: Angehende Lehrer nicht weniger kompetent - DER SPIEGEL
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Angehende Lehrer laut Studie doch nicht dümmer

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Angehende Lehrer sind insgesamt nicht weniger kompetent als ihre Kommilitonen, die kein Lehramt anstreben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Tübingen und des Bildungsforschungsinstituts IPN in Kiel, die in der Zeitschrift Learning and Instruction erscheinen soll. Dagegen stellten die Forscher um den Tübinger Professor Ulrich Trautwein ein Gefälle zwischen den Studienfächern fest: Wer als Hauptfach Mathematik, Technik- oder Naturwissenschaften gewählt hat, ist im Durchschnitt kognitiv stärker, gewissenhafter und mit mehr Forscherdrang ausgestattet als beispielsweise Geistes- und Sozialwissenschaftler. Die Forscher konnten aber "keinen Beweis für eine Negativselektion" der Lehrer finden, wie sie andere Studien ermittelt hatten - allerdings geht es in dem neuen Vergleich nur um Gymnasiallehrer. Die Klagen darüber, "dass angehende Gymnasiallehrkräfte schlechte Voraussetzungen für ihren Beruf mitbringen", sollten aufhören, sagt Trautwein - stattdessen solle man endlich dafür sorgen, dass sie "das lernen, was sie nachher im Klassenzimmer brauchen".