Terroristenjäger haben Büro-Probleme
Die Terroristenjäger von Bund und Ländern kämpfen derzeit mit einem profanen Problem: ihrer Büroeinrichtung. Im Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum fehlen noch mehr als die Hälfte der benötigten 49 Arbeitsplätze. Das geht aus einem vertraulichen Dokument des Bundesinnenministeriums hervor. Von den bisher installierten Stationen befänden sich zudem acht in einem Großraumbüro fast ohne Tageslicht, heißt es. Eine Ausstattung mit Computern, Telefonen und Internetzugang sei "nicht ersichtlich". Das Zentrum war 2012 als Reaktion auf das Versagen der Behörden beim Rechtsterrorismus des NSU eingerichtet worden; 40 Sicherheitsämter sollen dort Informationen austauschen. Zunächst hatten sich die Verbindungsbeamten aus Bund und Ländern abwechselnd beim Staatsschutz des Bundeskriminalamts in Meckenheim bei Bonn und beim Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln getroffen. Im Juli entschied Innenminister Thomas de Maizière (CDU), das Zentrum dauerhaft dem Verfassungsschutz anzugliedern. Ende September soll es dort seinen Betrieb aufnehmen.