US-Millionär verklagt Berliner LBB - DER SPIEGEL
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US-Millionär verklagt Berliner LBB

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Ein amerikanischer Millionär hat die Landesbank Berlin (LBB) auf Rückzahlung von rund einer Million Euro verklagt. Der frühere US-Top-Manager hatte Ende 2012 zwei Konten mit 1,5 Millionen Euro und einer Million Dollar bei der Bank eröffnet, um damit eine Immobilie in Charlottenburg zu erwerben. Weil der Online-Banking-Zugang noch nicht aktiviert war, bat der Amerikaner seinen Bankberater bei der LBB per E-Mail um die Überweisung für Wohnungskauf, Notar und Wohnungseinrichtung. Nachdem Anfang März sein Online-Zugang freigeschaltet war, wunderte sich der Mann darüber, dass seine Konten leergeräumt waren. Bislang noch unbekannte Täter hatten mit Hilfe seiner E-Mail-Adresse weitere Überweisungen der Bank von den beiden Konten veranlasst. Diese standen jedoch in keinem Zusammenhang mit dem Kauf der Berliner Wohnung des Amerikaners, sondern gingen an Firmen und Privatpersonen in Hongkong, Thailand, Belgien und Mexiko, wobei teils die Namen oder Adressen der angeblichen Empfänger nicht stimmten. Auch hätten nach Ansicht des Anwalts des US-Bürgers der Bank das radebrechende Englisch der Hacker auffallen müssen. Beispielsweise Formulierungen wie "You have make my day" oder "Thanks for letting me to know". Als die Bank, die sich wegen derzeit laufender Ermittlungen nicht zu dem Fall äußern wollte, von den kriminellen Geldabflüssen erfuhr, glich sie jedoch nicht den bei ihrem Kunden entstandenen Schaden aus, sondern zeigte ihn wegen Kontoeröffnungsbetrug und Überweisungsbetrug an. Die Staatsanwaltschaft stellte jedoch fest, dass kein Tatverdacht vorliegt.