Ver.di wird von eigenen Betriebsrentnern verklagt - DER SPIEGEL
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Ver.di wird von eigenen Betriebsrentnern verklagt

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Gewerkschaft Ver.di wird von einer Klagewelle früherer Angestellter überrollt. Sie sehen sich bei der betrieblichen Altersversorgung benachteiligt. Hintergrund ist die Eingliederung der ehemaligen Einzelgewerkschaft DAG bei der Ver.di-Gründung 2001. Die DAG hatte damals eine Ruhegehaltskasse für ihre hauptamtlichen Mitarbeiter, aus der sie nach ihrem Ausscheiden eine Betriebsrente beziehen. Die Kasse ist heute als Stiftungsmodell organisiert und ging mit ihrem gesamten Vermögen zu Ver.di über. Anders als bei anderen Ver.di-Vorgängern waren hier die Renten nicht umlagefinanziert, sondern speisten sich aus dem DAG-Schatz. Alle drei Jahre erhöhten sie sich. Damit machte der Ver.di-Bundesvorstand 2011 Schluss. Er teilte den früheren DAG-Beschäftigten mit, dass eine Anpassung der Renten nicht mehr vorgenommen werde. Grund: sinken de Mitgliederzahlen und Mindereinnahmen. Im DAG-Fall wurden jetzt allein in Hamburg über 50 Klagen beim Arbeitsgericht eingereicht. Auch in Stuttgart sind Verfahren anhängig. Voraussichtlich kommende Woche kommt es zum ersten Prozess.